Konzept

Artenverlust

In der Schweiz ist fast die Hälfte aller Lebensraumtypen bedroht und knapp ein Drittel der Schweizer Flora gefährdet. In den letzten 100 Jahren hat die Biodiversität Verluste erlitten. Intakte, naturnahe, reich strukturierte Flächen sind stark zurückgegangen.

Um die Biodiversität langfristig zu erhalten und zu fördern, müssen unterschiedliche Massnahmen umgesetzt werden. Die Förderung von gefährdeten Arten an ihren natürlichen Wuchsorten, das Ausbringen von Pflanzen in ursprüngliche Habitate und die Erhaltung ausserhalb der natürlichen Lebensräume sind heute unvermeidliche Massnahmen, welche die Biodiversität sichern. Dabei hat die Wahrung und Förderung noch bestehender Bestände gefährdeter Arten durch die Schaffung von Schutzgebieten und die nachhaltige Nutzung der übrigen Landesfläche oberste Priorität.

Die Botanischen Gärten spielen dabei eine wichtige Rolle. Ihre dokumentierten Sammlungen bilden seit jeher eine wesentliche Grundlage für die Wissenschaft. Sie übernehmen zudem Aufgaben im Natur- und Artenschutz sowie in der Öffentlichkeitsarbeit. Im Rahmen der BOTANICA initiieren sie mit «Die Letzten ihrer Art» ein gesamtschweizerisches Projekt, bei dem gefährdete Pflanzen konserviert oder wieder angesiedelt werden, damit sie nicht für immer von unserem Planeten verschwinden.