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«Unser Gründervater wären zufrieden mit uns»

Catherine Lambelet setzt sich für den Erhalt bedrohter Pflanzen ein. Sie ist Konservatorin am Botanischen Garten von Genf, der vor 200 Jahren vom Botaniker Augustin-Pyramus de Candolle konzipiert worden ist. Der Botanische Garten von Genf in nächster Nachbarschaft zum See und zum Büro der Vereinten Nationen ist eine Oase der Ruhe und Erholung. Über 8500 Pflanzenarten gedeihen in der weitläufigen Parkanlage und in feudalen Gewächshäusern. Daneben beherbergt der Garten einen Tierpark mit alten Haustierrassen. Catherine Lambelet arbeitet inmitten dieses Artenreichtums. Als Konservatorin setzt sie sich seit Jahrzehnten für die Erhaltung von seltenen und bedrohten Wildpflanzen ein, heute eine der wichtigsten Aufgaben der botanischen Gärten der Schweiz. Die Genferin, die in Zürich Agronomie studiert hat, ist Mitautorin verschiedener wissenschaftlicher Publikationen rund um die Flora des Kantons Genf. Darunter ist die Rot Liste, aus der wiederum eine Prioritätenliste hervorgegangen ist; eine Art Rangliste der bedrohten Pflanzen, die als Grundlage für Verhandlungen mit dem Gesetzgeber dient. «Ist eine Pflanze dieser Liste gefährdet, arbeiten wir zum Teil aufwendige Aktionspläne aus», erklärt Catherine Lambelet. Dann gehe es darum herauszufinden, ob …