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«Unser Gründervater wäre zufrieden mit uns»

  Catherine Lambelet setzt sich für den Erhalt bedrohter Pflanzen ein. Sie ist Konservatorin am Botanischen Garten von Genf, der vor 200 Jahren vom Botaniker Augustin-Pyramus de Candolle konzipiert worden ist. Der Botanische Garten von Genf in nächster Nachbarschaft zum See und zum Büro der Vereinten Nationen ist eine Oase der Ruhe und Erholung. Über 8500 Pflanzenarten gedeihen in der weitläufigen Parkanlage und in feudalen Gewächshäusern. Daneben beherbergt der Garten einen Tierpark mit alten Haustierrassen. Catherine Lambelet arbeitet inmitten dieses Artenreichtums. Als Konservatorin setzt sie sich seit Jahrzehnten für die Erhaltung von seltenen und bedrohten Wildpflanzen ein, heute eine der wichtigsten Aufgaben der botanischen Gärten der Schweiz. Die Genferin, die in Zürich Agronomie studiert hat, ist Mitautorin verschiedener wissenschaftlicher Publikationen rund um die Flora des Kantons Genf. Darunter ist die Rot Liste, aus der wiederum eine Prioritätenliste hervorgegangen ist; eine Art Rangliste der bedrohten Pflanzen, die als Grundlage für Verhandlungen mit dem Gesetzgeber dient. «Ist eine Pflanze dieser Liste gefährdet, arbeiten wir zum Teil aufwendige Aktionspläne aus», erklärt Catherine Lambelet. Dann gehe es darum herauszufinden, …

Edition 2017

Die Neuauflage des «Garten- und Pflanzenführers» fasst die Aktivitäten der 22 teilnehmenden Gärten zusammen und stellt 44 gefährdete Wildpflanzen vor. Die Broschüre mit vielen Bildern und Informationen zu den Gärten und Pflanzen kann für 20 Franken hier bestellt werden. Die Besucher der BOTANICA erhalten den Führer kostenlos als Geschenk.

Über 100 Veranstaltungen in 22 Gärten

Die BOTANICA 2017 präsentiert vom 17. Juni bis 16. Juli ein interessantes Programm rund um das Thema «Die Letzten ihrer Art». Neun botanische Gärten in der Deutschschweiz, zwölf in der Westschweiz und die Isole di Brissago im Tessin veranstalten Vorträge, Ausstellungen, Führungen, Workshops und spannende Exkursionen. Die über 100 Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene versprechen einen aufschlussreichen Einblick in die Arbeit der 22 Gärten und die Projekte zur Rettung der Letzten ihrer Art.

BOTANICA

«Die Letzten ihrer Art» ist eine Initiative der botanischen Gärten der Schweiz mit dem Ziel, bedrohte Lebensräume zu schützen und gefährdete Arten zu erhalten. Jedes Jahr mit Beginn der Sonnenwende spannen die botanischen Gärten der Schweiz für die BOTANICA zusammen, um während einem Monat auf die Rolle der Gärten hinzuweisen, die sie als Hort der Biodiversität spielen. Auch 2017 werden die Botanische Gärten der Schweiz ein abwechslungsreiches Programm mit Vorträgen, Ausstellungen, Führungen, Workshops und spannenden Exkursionen präsentieren.