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Sedum rubens

Rötlicher Mauerpfeffer

Die einjährige, wärmeliebende Pflanze stammt ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet. Die Samen keimen im Spätsommer. Die Pflänzchen überwintern als kleine Blattrosetten, blühen und fruchten im Sommer, danach sterben sie ab. Die sukkulente Art kam noch bis um 1950 in der Region Basel in Weinbergen und auf Natursteinmauern vor. Doch die rationellere Bewirtschaftung der Rebberge mit Maschinen, Herbiziden, Dauerbegrünung und der Ersatz alter Bruchsteinmauern durch Betonmauern brachten die kleine Pflanze zum Verschwinden. Erst 2012 wurde ein Reliktstandort in einem Rebberg in Pratteln entdeckt. Seit 1994 produziert der Botanische Garten Basel aus Wildsamen aus dem Kanton Aargau Saatgut für andere botanische Gärten und für den Eigenbedarf, wo der Rötliche Mauerpfeffer nun auf dem Flachdach des Betriebsgebäudes wächst.